„The Art of Engineering in the Age of AI“ – Entscheiderdialog in Goslar setzt Impulse für die Zukunft von KI im Ingenieurwesen
Vertretende aus Industrie, Wissenschaft und Politik sind heute in Goslar zum Innovationsworkshop „The Art of Engineering in the Age of AI“ zusammengekommen. Ziel der Veranstaltung war es, zentrale Fragen rund um den Einsatz Künstlicher Intelligenz im Engineering (Ingenieurwesen) zu diskutieren und konkrete Impulse für Forschung, Ausbildung und Studium sowie die Industrie zu entwickeln. Die Veranstaltung wurde von der Technischen Universität Clausthal bzw. dem Forschungszentrum DIGIT in Goslar organisiert und brachte führende Fachleute aus unterschiedlichen Branchen zusammen.
In mehreren Themenblöcken beleuchteten Impulsreferate und Diskussionen unter anderem den Wandel von KI „vom Hype zur Wertschöpfung“, den Einsatz von KI in industriellen Infrastrukturen sowie neue Ansätze im AI-getriebenen Software Engineering. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Austauschformate, die Raum für Vernetzung und vertiefende Gespräche boten.
Vorgestellt wurde außerdem die Weiterentwicklung des Forschungszentrums DIGIT am Standort Goslar, wo ein neuer Studiengang „AI Engineering“ geplant wird, der ab dem Wintersemester 2026/27 starten soll. Ziel ist es, zukünftige Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt vorzubereiten und auch die Politik auf diesem Weg mitzunehmen sowie deren Unterstützung einzufordern.
„Wirtschaft und Forschung brauchen für die Zukunftsfähigkeit einen klaren Kompass, eine verlässliche Politik und den Willen zur Veränderung. Nur dann können wir Herausforderungen als Chancen begreifen. KI ist ein gutes Beispiel: Früher haben wir mit kritischen Argusaugen auf das Thema geschaut, aber heute ist menschenzentrierte KI zur starken Kollegin geworden, erleichtert Arbeit, steigert Effizienz und hilft, Fachkräfte zu entlasten. Entscheidend ist ein verantwortungsvoller Einsatz, der Prozesse unterstützt“, sagt Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier, der auch zum Dialog nach Goslar gekommen ist.
Und Staatssekretär Frank Doods hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, dem Workshop beizuwohnen. Er sagt zur Veranstaltung: „Innovation ist eine Teamleistung – sie gelingt nur, wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammenarbeiten. Unser Anspruch ist eine Industrie, die nicht nur wettbewerbsfähig bleibt, sondern Maßstäbe setzt und die digitale Transformation entschlossen vorantreibt. Dafür investieren wir in Infrastruktur, Datenkompetenz und regionale Innovationsräume, damit Fortschritt alle erreicht und das Land als Ganzes davon profitiert.“
„Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einem zentralen Innovationstreiber für Wirtschaft und Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, verlässliche, sichere und praxisnahe Lösungen zu entwickeln und gleichzeitig die Ausbildung für den zukünftigen und aktuellen Arbeitsmarkt entsprechend auszurichten“, betont Prof. Andreas Rausch, Leiter des Instituts für Systems and Software Engineering an der TU Clausthal.
Die Veranstaltung fand im GoTEC Tagungszentrum in Goslar statt und wurde von einem hochkarätigen Teilnehmerkreis begleitet. Den Abschluss bildete eine offene Diskussionsrunde zu Chancen, Herausforderungen und zukünftigen Handlungsfeldern im Bereich AI Engineering, aus dem ein klares Strategiepapier mit Handlungsfeldern für Wirtschaft und Politik abgeleitet werden soll.
Am Abend wurde der Dialog im Rahmen des 44. Goslarschen Panckets fortgesetzt, das zusätzliche Möglichkeiten für informellen Austausch und Netzwerk bot.
Über das Forschungszentrum DIGIT
Das Forschungszentrum DIGIT am Standort Goslar, zugehörig zur Technischen Universität Clausthal, verbindet Forschung, Lehre und Transfer und arbeitet eng mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Hand zusammen. Ziel ist es, innovative Technologien in die Praxis zu überführen und nachhaltige Wertschöpfung durch digitale Lösungen zu ermöglichen. Mit dem Studiengang „Digital Technologies (seit 2020) und dem zukünftigen Studiengang AI Engineering (ab WiSe 26/27) ist das DIGIT ein zentraler Standort für ein sehr praxisorientiertes Studium.